Luziuskapelle Schmitten

Auf einem länglichen Hügel, hoch über dem Albulatal, liegen die Pfarrkirche Allerheiligen mit ihrem gotischen Glockenturm, und dahinter die kleine Luziuskapelle.
Es handelt sich hier um eine der geschlossensten Kirchenanlagen des Kantons Graubünden.
Von dem 1707 erbauten Pfarrhaus folgt man dem Kreuzweg von 1761, dessen Passionsbilder seit 1985 wieder vollständig renoviert sind, hinauf zum Friedhof, der die Pfarrkirche Allerheiligen und die Kapelle St. Luzius umschliesst.
Der Bau der Allerheiligenkirche, deren Mauern noch heute das barocke Gotteshaus umfassen, mag um 1470 begonnen worden sein.
Es war damals eine einschiffige Anlage, wie etwa die Kirche von Filisur oder Salouf, in welcher ein gotischer Altarschrein stand.
Es war nicht der erste Bau an dieser Stelle.
Gefundene Resten von Mauerzügen könnten einem profanen Bau, aber auch einem Pfarrhof zugehört haben.
Der Evangelienaltar mit dem Ahnenbild wurde 1638 errichtet und 1703 nahm der Barock die Kirche in die Kur.

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Es wurden neue Gewölbe eingezogen und der Raum wurde 1706 ausgemalt.
Zwei neue Altäre wurden 1710 und 1711 angeschafft.
Das Kirchengeläut von Schmitten:
Am 22. Dez. 67 wurden 3 neue Glocken für Schmitten gegossen, die mit der früheren mittleren Glocke noch heute das Geläut von Schmitten ausmacht.
Die 400-jährige, grosse Glocke kann auf dem Kirchenhügel besichtigt werden.

Die St. Luzius Kapelle ist spätromanisch.
Ausgrabungen von 1964 haben ergeben, dass an gleicher Stelle bereits zwei Vorgängerbauten gestanden hatten.
1643 wurde sie in einem bischöflichen Visitations-Protokoll als Beinhaus bezeichnet.
Bei der Restaurierung (1963-1970) wurde sie mit einer Vorhalle und einer Sakristei versehen.
Im neuen Dachreiter hängt die Glocke von 1472.
Heute wird die St. Luziuskapelle wieder als Gottesdienstraum benutzt.


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