Wiesner Kirche

Die Urbanisierung von Wiesen geschah im Wesentlichen durch die Walser, die sich etwa um 1300 in dem von Romanen dünn besiedelten Gebiet niederliessen.
Manch romanischer Flurname sowie der romanische Name von Wiesen; Tein, erinnern an die vormalige Präsenz der romanischen Bevölkerung.
In der Reformationszeit traten die Wiesner zum neuen Glauben über, sodass es in der Folge immer wieder zu Spannungen zwischen den katholisch verbliebenen Nachbargemeinden Schmitten und Alvaneu kam.


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Im Jahre 1851 schloss sich Wiesen Im Rahmen der kantonalen Neuordnung dem reformierten Kreis Bergün an.
In seiner Entwicklung ist das Terrassendorf Wiesen entscheidend von der Zügenstrasse geprägt worden.
Im Jahre 1874 wurde die Kantonsstrasse durch die wilde Zügenschlucht als neue Verbindung nach Davos erstellt, und die Eröffnung der Zügenstrasse brachte, zusammen mit dem Aufblühen des nahen Kurortes Davos, willkommene Beschäftigung und Verdienst ins Dorf.
Eine entscheidende Wende führte die 1909 eröffnete Eisenbahnlinie Filisur Davos herbei.
Zwar erhielt Wiesen eine eigene Bahnstation im Tal, welche aber mühsam zu erreichen war.
Und als in der Folge schlussendlich auch noch die Pferdepostverbindung Chur-Lenzerheide-Davos eingestellt wurde, geriet Wiesen für längere Zeit ins Abseits.
Diese Situation änderte sich erst, als 1974 der 2,8 km lange Zügen Strassentunnel nach Davos eröffnet wurde.
Damit hatte Wiesen eine wichtige, wintersichere Verbindung zur benachbarten Kur- und Sportmetropole Davos erhalten, was sich auf die touristische Entwicklung positiv auswirkte.
Und als schliesslich 1985 die Postautolinie Chur-Davos wiedereröffnet wurde, war Wiesen – zumindest verkehrstechnisch – wieder mit dem Rest der Welt verbunden.


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